Ausfürliche Anleitung zum Einbau eines Parkpiloten von Harald Rasig.

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Ausfürliche Anleitung zum Einbau eines Parkpiloten von Harald Rasig.


Der fertige Parkpilot. Einbau Parkpilot

Anleitung und Fotos von Harald Rasig. Skizzen aus der Einbauanleitung von Bosch (im Rahmen des Zitatrechts).

Grund

Ich habe den Anbau auch an einem Neufahrzeug durchgeführt, da mir der Aufpreis von 350 Euro zu teuer war.

Benötigte Teile

"Original" Opel (identisch zu Bosch)

  • Opel Parkpilot-Teile Nr.: 1036098812
  • Opel Einbausatz-Teile Nr.: 0263009112

Oder Bosch-Parkpilot URF 4:

  • Teilenummer Bosch: 0 263 009 134
  • Teilenummer Bosch-Einbauset: 0 263 009 318

Einbau

Wenn man den Original-Parkpiloten hat, sind die Sensoren in einen Karton eingepackt, aus dem nur die Metalloberfläche sichtbar ist.

Orginal Parkpilot von OPEL auspacken.
Der Original-Pilot von Opel.

Das sollte man so zum Lackierer geben. Die Ringe zwischen Stoßstange und Sensor habe ich auf einem kleinen Stück Karton, dass ich zu einer Röhre geformt habe, mit Kreppband befestigt, sodass die Oberfläche ebenfalls lackiert werden kann.

Für die Lackierung habe ich bei mehreren Stellen nachgefragt. Der freundliche Opel-Händler war mit 50 Euro der günstigste. Andere haben locker das Doppelte verlangt, vergleichen lohnt sich also!

Vorbereitung zum Lacieren.
Vorbereitung zum Lackieren.

Die Stoßstange muss für die Montage ausgebaut werden.

Bei eingebauter Stoßstange

Als erstes habe ich auf der Stoßstange Kreppband (vermeidet Kratzer) in der ungefähren Höhe der Bohrungen angebracht und die Bohrungen angezeichnet.

Die Position der Sensoren an der Stoßstange markieren.
Position markieren.

Den Bohrungsmittelpunkt mit einem Körner gut markiert. Der Forstnerbohrer hat in der Mitte und Außen einen Vorschneider, sodass die Bohrungen mit Vorkörnung exakt mittig werden. Den Bohrer habe ich in der einfachen Qualität gewählt, weil gute Qualität relativ teuer ist und der Billige die vier Löcher durchhält.

Schräg mit einem gewissen Winkel bohren, halte ich für absolut unnötig. Ich habe bei angebauter Stoßstange im rechten Winkel zur Stoßstange gebohrt, das Blechteil darunter dient als Anschlag, die Karosserie wird so nicht beschädigt.

Da man sowieso noch eine Nut anfeilen muss, habe ich den Winkel mit einer kleinen Feile danach angefeilt.

Wichtig: Jetzt habe ich mit einem Bleistift durch die Löcher in der Stoßstange die Lage der Löcher auf der Metallstoßstange darunter markiert. Nach dem Abbau der Stoßstange habe ich dann so mit einem Zirkel die großen 65 mm Löcher angezeichnet.

Die Lage der Löcher auf der Metallstoßstange darunter markieren.
Anzeichnen der Löcher an der Metallstoßstange.

Bei abgebauter Stoßstange

Dazu sind oben sechs Torx-Schrauben zu lösen. Dann gibt es noch auf jeder Seite im Radlauf und auf der Unterseite insgesamt noch fünf Schrauben zu lösen.

Die Position der Sensoren an der Stoßstange markieren.
Position markieren.

Jetzt habe ich die Löcher so mit Winkel und Nut ausgefeilt, bis die Ringe knapp gepasst haben. Dabei habe ich darauf geachtet, dass die Sensoren möglichst rechtwinklig eingebaut sind.

Nun können die Sensoren eingebaut werden. Dazu wird auf den Sensor eine durchsichtige Silikondichtung aufgelegt. Der Befestigungsring wird von der Unterseite ausgesetzt und rastet dann in mehreren Stufen auf dem Sensor ein. So kann man den Sensor befestigen.

Die Sensoren befestigen.
Zusammenbau der Sensoren.

Jetzt habe ich das Metallteil abgeschraubt und die vorher schon angezeichneten Löcher mit 65 mm mit der Stichäge ausgeschnitten, diese müssen nicht genau sein! Ein bisschen größer schadet nicht! Man kann die Metallstoßstange auch am Wagen belassen, durch Resonanz wird das aber beim Sägen sehr laut!

Danach habe ich die Löcher mit der Feile entgratet, die blanken Metallteile mit Zinkgrundierung grundiert und mit einem beliebigen Lack aus der Spraydose lackiert. Nach Trocknung des Spraydosenlacks habe ich die Kanten wegen der Kabel noch mit Gewebeklebeband versehen.

Der eingebaute und geschützte Sensor.
Der eingebaute Sensor.

Die Elektronik habe ich rechts hinten in dem Fach, in dem sich auch die Steckdose befindet, eingebaut. Auf dem Bild kann man sie unter dem weißen Polster erahnen (mittlerer Pfeil — das soll Klappern verhindern). Die beiden anderen Pfeile zeigen, dass die Elektronik nur mit Kabelbindern ohne jede Bohrung befestigt sind. Den Kabelbaum habe ich nach Anschluss und Funktionsprüfung zusammen gerollt und mit Gewebeband an anderen Kabeln befestigt.

Durchführung der Elektroleitungen.
Elektroleitungen und der Stecker für den Anschluß der AHK.

Wenn man es gerne bequem haben will, kann man die Entlüftungsklappe am Fahrzeug rechts hinten, die normalerweise von der Stoßstange verdeckt wird abbauen. Dazu einfach in die Klappe greifen und die Nasen am Rand vorsichtig nach innen drücken und schon kann die ganze Klappe entnommen werden.

Unten am Fahrzeug sieht man nun mehrere Gummistopfen. Für die Kabeldurchführung nimmt man den laut Bild. Durch die Öffnung der Entlüftungsklappe kann man jetzt bequem das Kabel nach oben zur Elektronik führen.

Durchführung der Elektroleitungen.
Elektroleitungen unten am Fahrzeug.

Jetzt die Metallstoßstange anbauen. Danach die Kunststoffstoßstange hinter den Wagen legen, das Kabel durch die Öffnungen im Metallteil führen und die Kunststoffstoßstange am Fahrzeug ansetzen und befestigen. Den Kabelsatz habe ich dann noch mit Kabelbindern ein wenig fixiert. Nun kann man alles anschließen. Den Lautsprecher habe ich über der Gurtbefestigung der dritten Sitzreihe angebracht.

Tipp: den Lautsprecher ein paar Zentimeter höher anbringen als ich, dann lässt sich die Gurtlasche auch wieder in die Halterung einschieben …

Lautsprecher oberhalb der Gurtbefestigung der dritten Sitzreihe.
Der Lautsprecher.

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