Anhängerbetrieb. Rauchzeichen.

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Berichte 2003

Monatsbericht März 2003


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Anhängerbetrieb. Rauchzeichen.

Anhängerbetrieb

Anfang März muss sich der Tino als Schwertransporter bewähren. Der Umzug meiner Schwester in die Schweiz, südlich von Bern steht an. Der Tino und ich stehen als Umzugshelfer bereit.

Ich miete einen Anhänger mit einer Tonne Zuladung. Der wird dann auch bis oben hin "randvoll" und dicht gepackt mit Möbeln beladen. Insgesamt dürfte ich mit dem Eigengewicht des Hängers auch gut eine Tonne am Haken gehabt haben.

Auch der Laderaum im Tino selbst wird komplett benötigt: Die hinteren 3 Sitze werden ausgebaut und der Wagen wird bis unters Dach mit Kisten und Kartons beladen. Durch die freiwerdenden Sitzbefestigungen und die Ösen im Kofferraum werden Gurte gezogen und die gesamte Ladung dadurch sicher befestigt. - Auch für dieses Problem hat der Tino also alltagstaugliche Lösungen parat.

Die insgesamt 850 km Fahrt über Landstraßen und Autobahnen läuft wie erwartet. Eine Tonne Masse hat nun mal ihre eigene Physik.

Auf der Fahrt macht sich wieder einmal das Turboloch bemerkbar: Bei 80 km/h im 5. Gang dreht der Motor noch deutlich unter 2.000 U/min. An Steigungen hat er damit zu wenig Kraft für das Gespann und es muss fleißig geschaltet werden. Auch nach nun fast 2 Jahren kann ich mich an diese Motor-Schwäche nicht gewöhnen, es fällt einfach immer wieder negativ auf. Dafür ist der Spritverbrauch auch mit dem 2,15m hohen Anhängerhänger überraschend niedrig: Bei den beiden Tankstopps messe ich einen Verbrauch von 7,73 (Durchschnittsgeschwindigkeit <=85 Km/h) und 8,47l (Geschwindigkeit >=85 Km/h) Diesel auf 100 Km.

Rauchzeichen

Am Ziel angekommen muss ich den Hänger noch rückwärts eine 30m lange, steile Gasse hinauf fahren. Dazu ist die Gasse auch noch recht schmal, rechts und links bleiben am Hänger gerade mal noch 60 cm "Luft".

In die Gasse hinein muss ich zudem rückwärts um 90 Grad einbiegen. Ich muss hier viel rangieren und - zwangsläufig - auch mit schleifender Kupplung arbeiten. Das ist dann sehr schnell zu viel für die Kupplung! Schon auf halber Strecke steigt plötzlich stinkender weißer Qualm aus der Motorhaube auf.

An dieser Stelle kann ich aber nicht stehen bleiben. Ich gönne der Kupplung (und mir) drei Minuten Pause, dann fahre ich den Hänger das letzte Stück beherzt und entschlossen in einem Stück den Rest der Rampe hoch. Der Gestank der Kupplung hängt noch einige Stunden lang in der Luft und bleibt mir im Wageninneren eine ganze Woche lang erhalten.

Im Nachhinein betrachtet war diese Betriebssituation sicher für einen PKW "eher ungewöhnlich". Trotzdem finde ich, ist die Überlastung der Kupplung sehr schnell - zu schnell - eingetreten. Immerhin ist der Tino bis 1,6 Tonnen Anhängelast zugelassen, ich hatte gerade mal 2/3 davon am Haken. Da sollte die Kupplung schon etwas mehr aushalten! Wenigstens scheint die Kupplung keinen bleibenden Schaden abbekommen zu haben. Bei der Rückfahrt aus der Schweiz fährt und schaltet sich der Wagen wie immer.

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