Spurplatten sind montiert. Ölstand zu hoch! Droht ein Motorschaden? Der TÜV und seine Tücken.

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Spurplatten sind montiert. Ölstand zu hoch! Droht ein Motorschaden? Der TÜV und seine Tücken.


Heckansicht des Bravos mit verrussten Chromendrohren. Hurra, die Schrauben sind da

10.06.2009, Kilometer: 35.400.

Endlich kommt das heiß ersehnte Paket von Novitec. Die richtigen Radbolzen sind da und am Abend montiert mein Bruder schnell die Spurplatten. Mit der nun 30 mm breiten Spur sieht der Bravo um einiges sportlicher aus.

18" Leichtmetallfelge mit Novitec Spurplatte.
Original 18" Felge mit montierter 15 mm Spurplatte.

Einbau einer KUDA Konsole für mein BlackBerry Storm

Seit Januar bin ich Besitzer eines BlackBerry Storm Mobiltelefons. Leider finde ich auf Grund der üppigen Abmessungen keine passende Ablage für das Gerät. Mein altes Nokia passte problemlos in die Mittelkonsole. Daher habe ich mir bei KUDA Phonebase die Telefonkonsole samt Passivhalter bestellt. Die Einbauanleitung ist sehr detailliert und schon einige Minuten später sieht das Resultat so aus:

Lederkonsole an der Mittelkonsole.
So sieht die passgenaue Lederkonsole mit Passivhalter aus.

Regelmäßige Kontrolle des Ölstandes ist wichtig

18.06.2009, Kilometer: 36.100.

Vor dem Weg zur Arbeit habe ich den Ölstand kontrolliert. Diesmal mit einem katastrophalen Ergebnis. 3 cm über Maximum zeigt der Peilstab auch nach mehrmaligem Messen. Vor 3.000 km lag er noch genau zwischen Minimal und Maximal. Was ist passiert?

Ich suche telefonisch Rat beim Autohaus und maile das Foto gleich an den Meister. Er hat eine "Lösung" parat. Öl wechseln und zwar sofort!

Durch das Freibrennen des Partikelfilters und dem ungünstigen Zustand von vielen Kurzstrecken kann Diesel in das Öl gelangen und es verdünnen. Abhilfe gibt es nicht, außer regelmäßiger Kontrolle und gegebenenfalls Ölwechsel.

Da ich mit dem Fahrzeug keine 30 km mehr zur Werkstatt fahren will, schlage ich vor den Ölwechsel vor Ort durchzuführen. Herr Swart stimmt dem auch zu und bestätigt mir, dass das auf die Herstellergarantie keinen Einfluss nimmt.

Ich informiere mich an diesem Morgen auch ein wenig über Schmierstoffe und über Fiat-Freigaben. Meine Werkstatt füllt generell 5W40 ein. Da ich diesmal auf Nummer Sicher gehen will und es am deutschen Markt laut meinem Ölhändler kein 5W40 gibt, welches für Partikelfilter geeignet ist, entscheide ich mich kurzerhand für das Mobil 1 ESP 5W30.

Fiat hat auch nach meinen Recherchen mittlerweile die Freigaben geändert. Generell werden nun in alle Neuwagen ab Modelljahr 2008 Schmierstoffe 5W30 nach ACEA-C3-Spezifikation eingefüllt.

Irgendwie auch logisch, da diese Öle aschearm sind und den Partikelfilter nicht zusätzlich belasten. Herr Swart hat keine Bedenken bei dem Öl, und der Sicherheitsanruf bei einem anderen Fiat-Händler bestätigt meine Entscheidung. Dort wird generell Selenia WR 5W30 eingefüllt. Allerdings für stolze 17 Euro je Liter. Am Nachmittag holt mein Bruder den Wagen auch ab und führt den Ölwechsel an seinem Arbeitsplatz, einer freien Werkstatt, durch.

Für Herrn Swart ist dieser Fall damit erledigt, da er auch von anderen Fällen, speziell bei Taxen mit Multijet Motor weiss. Ich fordere die Werkstatt schriftlich zu einer Stellungnahme seitens Fiat auf und verlange eine Wiedergutmachung in Form einer für mich kostenlosen Anschlussgarantie Extension, sowie einer Durchsicht von Ansaugbrücke, Ladeluftkühler und Turbolader.

Da ich nicht so lange warten möchte, habe ich den Motor selbst inspiziert und kein austretendes Öl feststellen können. Ebenfalls sind Betriebsgeräusch und Leistung in Ordnung. Allerdings fallen mir die total verrußten Endrohre auf. Darf das trotz Partikelfilters sein? Bei anderen MultiJet Fahrzeugen auf den Höfen der Händler sind die Rohre sauber.

Der Ölstand ist viel zu hoch.
Gut drei Zentimeter über der Maximum-Markierung steht das Öl.

Heckansicht des Bravos mit verrußten Chromendrohren.
Pechschwarz und total verrußt. Das habe ich noch bei keinem Fahrzeug mit Partikelfilter gesehen.

TÜV-Termin zur Eintragung der Spurplatten

15.06.-25.06.2009.

Zielsicher fahre ich an diesem Morgen mit allen notwendigen Papieren zur TÜV-Station nach Papenburg. Eine Spurverbreiterung muss in den Fahrzeugpapieren vermerkt werden.

Ohne Termin nimmt sich ein Mitarbeiter meinen Wagen vor und verschwindet kommentarlos im Büro. Stimmt was nicht? Ja, Nichts stimmt. Die original 18" Leichtmetallfelge an meinem Fahrzeug ist nicht typisiert und somit keine Abnahme. Lediglich 15 bis 17 Zoll Räder stehen in der EG-Genehmigung für mein Fahrzeug. Ich soll ein Teilegutachten vorlegen.

Mit hochrotem Kopf verlasse ich die Halle und telefoniere mal wieder mit dem Autohaus. Herrn Swart ist Nichts bekannt und verweist mich an Fiat.

Also rufe ich die Kundenbetreuung in Frankfurt an und schildere mein Problem. Da die Felge ein Originalteil ist, gibt es dafür kein Gutachten, aber ich würde von der Fiat Group ein Schreiben bekommen. Ein paar Tage später flattert mir auch ein Schreiben der Fiat Group ins Haus und erklärt, dass die 7,5x 18-Felge in Verbindung mit meiner Bereifung ohne Bedenken zu nutzen ist.

Meine Freundin führt daraufhin den Wagen erneut beim TÜV vor und ruft mich nach etwa 30 Minuten an. Die Felgen werden nicht eingetragen, da nicht nachgewiesen werden kann, ob es sich um Originalteile handelt. 49,85 Euro später hält meine Freundin einen Mängelbericht in der Hand und faxt mir die Unterlagen ins Büro. Telefonisch wird mir vom TÜV mitgeteilt, dass das umgehend zu erledigen ist, da ich so auch keine Hauptuntersuchung bestehen würde.

Ich muss mich danach erst mal beruhigen und rufe dann erneut die Kundenbetreuung an. Ein freundlicher Mitarbeiter nimmt meinen Vorgang auf und will das Anliegen mit dem TÜV klären. Rund eine Stunde später ruft er auch zurück. Er hat auszugsweise das komplette Gutachten des Bravo gefaxt und nun wäre alles okay und es stehe einer Eintragung nichts mehr im Wege.

Gutgläubig mache ich einen Termin am 25. Juni beim TÜV und komme auch Sage und Schreibe eine Stunde später dran.

Die Prüferin nimmt den Wagen auf die Bühne und zehn Minuten später bekomme ich die Abnahmebescheinigung. Wieder 23,60 Euro und noch der Weg zum Landkreis um die Zulassungsbescheinigungen (Fahrzeugschein und Brief) ändern zu lassen.

Schwere Geburt, aber geschafft!

Nach einem erneuten Anruf bei der Kundenbetreuung übernimmt Fiat auch die Kosten für die Eintragung der Felgen. Danke!

Fazit

Es wird immer turbulenter mit dem kleinen Italiener. Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust mehr auf das Auto. Mit den vorherigen Kleinigkeiten hätte ich ja noch leben können. Aber Ölverdünnung durch Diesel, der Dauerbrenner Tankanzeige und ein knackender Fahrersitz machen Angst bei jedem neuen Motorstart. Na, was geht heute kaputt?

Allerdings ist der Wertverlust gegenüber dem Listenpreis nach nur 36.000 km bei fast 60(!) Prozent. Also weiter Bravo fahren.

Parallel dazu habe ich noch ein zweites Sorgenkind. Meine Freundin musste sich im März von ihrem 13 Jahre alten Cinquecento trennen und hat sich einen Grande Punto Neuwagen gegönnt. Tolles Angebot mit Fiat-Rabatt und Abwrackprämie und ein guter Kauf in Anbetracht des ursprünglichen Kaufpreises des kleines Cinquecento.

Allerdings fängt der auch an. Klappernde Gurtstraffer und der Serienfehler des Grande Punto Serie 2, der Blinker der beim Rausspringen in die andere Richtung blinkt, sind schon vorhanden. Am Blinkerproblem wird in Italien bereits gearbeitet, heißt es … und ich sage Salute!

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