Hier die lange Leidensliste unseres Astra (er fährt übrigens immer noch …).

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Monatsberichte 2005

Leidensweg Opel Astra


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Hier die lange Leidensliste unseres Astra (er fährt übrigens immer noch …).

Leidensweg Opel Astra

Hier die lange Leidensliste unseres Astra (er fährt übrigens immer noch …):

  • Juli 1993 einen Astra 1.4 als Neuwagen vom Händlerhof weggekauft, regelmäßige Fahrten Berlin — Nürnberg, ab 1994 erste Schwierigkeiten mit der Maschine (schlagartiger Leistungsverlust, kein Kaltstart, sporadisch auftretend). Verdächtige laut Vertragswerkstatt: Wegfahrsperre. Ohne Befund.
  • Tausch auf Garantie: Lichtmaschine, wegen angeblich nicht geladener Batterie.
  • Tausch auf Garantie: Batterie, wegen nicht behobenem Fehler nach Lichtmaschinentausch.
  • Tausch auf Garantie: Motorsteuerung, da immer noch die gleiche Probleme.
  • 1996 Unfallschaden Fahrerseite (Tür, Kotflügel, Schweller) — behoben.
  • 1997 Austausch Abgasanlage wegen Korrosion; Tausch Display Radio.
  • 1998 (83.000 km) von meiner Schwester übernommen — die Motorprobleme waren immer noch nicht behoben.
  • November 1998 (91.000 km) leichter Auffahrunfall bei Glatteis (Motorhaube, beide Kotflügel, eine Lampe, Kühlerhalterung) — durch Fachwerkstatt "behoben"; großzügige Rechnung mit zusätzlichen Positionen …; anschließend einige Tage später das Lenkrad selbst gerade gestellt und sechs Monate später den durchgescheuerten Kabelbaum für die Frontlichtanlage (innerhalb des Keilriemens verlegt!) repariert und dorthin verlegt, wo er hingehört.
  • Dezember 1998 (94.000 km) Signalhornbetätigung (Prallplatte Lenkrad) wegen in Mittenstellung abgenutzter Schleifkontakte gewechselt.
  • März 99 (99.000 km) erster Kerzenwechsel wegen gerissenen Isolators.
  • Mai 99 (103.000 km) durchgescheuerten Kabelbaum für die Frontbeleuchtung repariert und dorthin verlegt, wo er hingehört — Folgeschaden der Reparatur vom November des Vorjahres.
  • Juni 99 (106.000 km) pedantische Suche nach Korrosionsschäden kurz vor Ablauf der Durchrostungsgarantie — nix gefunden, weder im Schweller, noch in den Radkästen, noch unter den Stoßfängern.
  • Mai 2001 (150.000 km) Zündkabel nach Marderschaden erneuert.
  • Instandsetzung Wasserpumpengehäuse wegen Undichtigkeit; Bremsscheiben getauscht.
  • Auf Heimfahrt nach Inspektion liegengeblieben: Katalysator getauscht (völlig verstopft, vermutlich durch "durchgezogenen" unverbrannten Kraftstoff wegen der genannten Motorprobleme …).
  • die ersten Rostpickel zeigen sich nach gut gesalzten winterlichen Straßen!
  • Ersatz Antriebsmanschetten (prophylaktisch, da leicht porös).
  • Dezember 2001 (165.000 km) Scheibenwischermotor bei starkem Frost fest. Werkstatt wollte für 350 DM wegen defekter Wicklung tauschen, abgelehnt und selbst instand gesetzt. Ursache: Eisblock im Gehäuse blockiert die Mechanik. Fehlenden O-Ring zum Abdichten eingesetzt …
  • März 2002 (170.000 km) kleine Rostlöcher an Schwellern und an den Radkästen hinten beseitigt; Unterbodenschutz erneuert.
  • September 2002 (176.000 km) jährliche wintervorbereitende Kontaktpflege (wie beim Trabi …).
  • Dezember 2002 (185.000 km) liegengeblieben: Verteilerfinger getauscht durch ADAC.
  • Weihnachten 2002 (185.000 km) Heiligabend liegen geblieben: Verteiler komplett getauscht, da Lager ausgeschlagen.
  • Dezember 2002 (185.000 km) Scheibenwischermotor erneut bei Frost festgefroren — Routinereparatur, diesmal keine neue Dichtung, sondern gleich mit UBS verklebt.
  • Februar 2003 (185.000 km) leichter Schaden Kotflügel links (Glatteis + Lichtmast …) — selbst behoben.
  • März 2003 (188.000 km) Schraubenfeder hinten links gebrochen, Radlager hinten rechts fest — beides selbst behoben; Rost an Türkanten, Schwellern, Radkästen, Kofferraum, unter der Motorhaube dank fachgerechter Lackierung 1998, am Tankeinfüllstutzen, an der Antenne, an den Gasdruckfedern der Kofferraumhaube innen, unter den Stoßfängern.
  • September 2003 (203.000 km) Wasserpumpe undicht, Zahnriemen und Spannrolle gleich mitgewechselt; Probleme mit Kraftstoffzufuhr. Ursache: Schlingerbecher im Tank entleert sich, habe haufenweise Stückchen Lötzinn drin gefunden, echt original nur ab Rüsselsheim. Tank nur komplett zu tauschen, daher keine weiteren Reinigungsversuche der vermutlich durch Zinnstücke blockierten Einlaßmembran, sondern 10 l in Reservekanister im Kofferraum zum Nachfüllen, wenn der kritische Mindestfüllstand unter dem Ansaugkorb der Spritpumpe bei Kurvenfahrten unterschritten wird …
  • Oktober 2003 (206.000 km) Nachschalldämpfer mit Reparaturband geflickt.
  • März 2004 (220.000 km) Rost an Langlöcher in Radkästen, Schwellerseiten, Türkanten zugespachtelt und versiegelt (von "Wert"erhalt kann schon keine Rede mehr sein).
  • Juni 2004 (222.000 km) Kontaktprobleme am Lichtmaschinenregler — selbst behoben.
  • August 2004 (230.000 km) mit viel Glück trotz "Rostschäden an tragenden Teilen" TÜV bekommen, Tausch Bremstrommeln hinten. Seitdem glimmt die ABS Warnlampe, habe aber kein ABS …
  • Antriebsmanschetten nach nur zwei Jahren erneut getauscht, weil Originalersatzteile bereits beidseitig richtig offen (zerrissen).
  • Oktober 2004 (230.000 km) Nachschalldämpfer endgültig getauscht, Handbremse nachjustiert.
  • Dezember 2004 (235.000 km) Zylinderkopfschaden: völlig verstopfte Öl-Überstromkanäle, Nockenwellenlager in Folge ausgeschlagen; Tausch komplett mit Krümmer und Einspritzanlage; Tausch Bremsklötze vorn (Mohnblätter hatte der TÜV nicht bemängelt …), ABS-Lampe ist seitdem wieder aus.
  • Januar 2005 (236.000 km) Warnleuchte für Motorsteuerung leuchtet ab und zu: Fehlercode signalisiert Lambda-Sondendefekt. Scheint aber nur Feuchtigkeits-/Kontaktproblem zu sein.
  • März 2005 (240.000 km) Handbremsseil gereckt und deshalb ausgehangen.

Seit dem Einbau den "neuen" Zylinderkopfes mitsamt Einspritzanlage gab es bis jetzt (Juli 2005) nie wieder Start- oder Rundlaufprobleme des Motors …

Bis 2002 alle Inspektionen und damit verbunden Wartungsarbeiten durchführen lassen, Ölwechsel einschließlich Filter, Luftfilterwechsel turnusmäßig stets selbst durchgeführt, Wintervorsorge (Kontaktpflege, schmieren, Rostkontrolle, Kontrolle Schraubverbindungen etc.) habe ich stets selbst gemacht, nachdem ich in Werkstätten ausnahmslos schlechte Erfahrungen bei Reparaturen gemacht habe. Einziges positives Autohaus: Opel-Fiebig in Radeburg. Man wechselt dort nicht nur auf Verdacht und schraubt anschließend auch noch nachlässig zusammen, sondern macht sich die Mühe, Komponenten nach eingehender Fehlersuche und Diagnose instand zu setzen, wenn der zu erwartende Stundenlohn geringer ist, als das Neuteil. Danke auch für die geduldige Beantwortung meiner Fragen zu Reparaturmethoden und tatkräftige Unterstützung!

Wasserpumpe, Spannrolle, Bremsenteile waren die letzten Neuteile, die ich von Opel erwarb. Nachschalldämpfer, Zylinderkopf, Radlager und hinteres Federnpaar sind gebraucht, aber in erstklassigem Zustand gewesen. Durchschnittliche Lebensdauer seiner 1.4er Motoren gibt Opel mit etwa 160.000 an. Seit Kilometerstand 150.000 alle 10.000 km Schweiß von der Stirn gewischt und meist nur noch mit 110 km/h die Autobahn entlanggeschlichen um die Maschine zu schonen …

Wir schimpfen durchaus nicht über das Fahrzeug. Aber unter Qualität stellen wir uns etwas anderes vor. Stets positiv fanden wir das Platzangebot für große Personen, Kopffreiheit hinten, die einfachen UND bequemen Sitze, die Variabilität für lange Zuladungen, die Übersichtlichkeit, den gelungenen Spagat zwischen Platz im Innenraum und den Außenmaßen, die ihn fast in jede Parklücke hineinschlüpfen lassen, der guten präzisen Schaltung, den ungeschlagen niedrigen Verbrauch von manchmal nur 5,8 Litern. Sehr positiv zu erwähnen sind Kupplung, Schaltung, Getriebe und Stoßdämpfer (alles noch Original!), was der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass das KFZ mindestens zwei Drittel seiner Laufleistung auf Autobahnen und Landstraßen absolviert hat. Seit unserem Umzug nach Dresden stellen wir aber fest, dass man Stoßdämpfer innerhalb von wenigen Wochen endgültig ins Jenseits befördern kann. Dieses Jahr werden wir ihn noch bis zum Winter fahren, dann nimmt der neue endgültig seine Stelle ein, die er hoffentlich mindestens genauso lange ausfüllt — ohne nennenswerte Probleme.

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