Zufriedenstellend: 2.154 Kilometer durch den Juni 2008. Hamburg Harley Days 2008: Die Stadt mutiert für ein Wochenende zu einem einzigen Biker-Treffen und liefert an jeder Ecke eine unbeschreibliche Show, Exotik, Skurrilität und Faszination, die jeden, der in ihren Sog gerät, mitreißt. Höhepunkte sind Harley Village auf St. Paulis Heiligengeistfeld und die traditionelle Parade am Sonntag. Zufriedenstellend: 2.154 Kilometer durch den Juni 2008
30.06.2008, Kilometer: 42.326.
Den Frühsommermonat Juni hat unser platingraues Familiengefährt weitgehend ereignislos abgespult.
Allerdings sind uns nach dem Waschen die ersten Gebrauchsspuren aufgefallen, die sich zwangsläufig ergeben, wenn der Wagen nicht ausschließlich in geschützten Garagen abgestellt werden kann. Aber wie heißt es: Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand. Bleibt trotzdem zu hoffen, dass sich die Kratzer wegpolieren lassen.
Hamburg Harley Days 2008
20.06.2008 bis 22.06.2008, Kilometer: 42.026.
Einmal im Jahr mutiert die norddeutsche Hansestadt Hamburg für ein Wochenende zu einem einzigen Biker-Treffen und bietet an jeder Ecke eine unbeschreibliche Show, Exotik, Skurrilität und Faszination.

Nicht zu übersehen: Plakat zu den Hamburg Harley Days 2008.
Jeder, der in ihren Sog gerät, wird mitgerissen. In diesem Jahr fanden die Hamburg Harley Days 2008 am Juni-Wochenende 21. und 22. Juni 2008 statt. Was für ein Glück, dass die Co-Pilotin und ich genau an diesem Wochenende in Hamburg waren.

Mitten in St. Pauli: Umringt von Bikern.
An diesem Wochenende ist in der Stadt überall das Bollern und Brabbeln der kultivierten Bikes zu hören und überall im Straßenverkehr sind wir von Fahrern auf edlen Maschinen umgeben, …

Mutieren zur Ausstellungsfläche: Gewöhnliche Parkplatznischen.
… die sonst bestenfalls im Film oder im Museum aus der Nähe zu sehen sind.

Auch auf den Bürgersteigen: Sehenswerte Bikes.
Da die ausgewiesen Parkplatzflächen nicht ausreichen, steht praktisch an jeder Straßenecke ein fotowürdiger Bolide.
Dabei scheinen einige Eigentümer relativ unbesorgt zu sein, wie verschiedene locker auf den Rückenlehnen zurückgelassene Helme vermuten lassen.
Harley Village auf St. Paulis Heiligengeistfeld
21.06.2008, Kilometer: 42.026.

Nationalfarben für drei Tage: Orange-schwarze Harley-Davidson-Flagge.
Auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli ist ein riesiges Harley-Village aufgebaut, dessen Rückrat die Mainstreet ist …

Dicht an dicht: Harleys auf der Mainstreet in Harley Village.
… mit Tausenden teilweise sehr individuellen — pardon customised — Bikes.

Lässt einem schwindelig werden: Customised Harley aus Höxter.

Harley Fatboy.
Außer Bikes, Bikes, Bikes und natürlich Bikes sind im Harley Village auf dem Heiligengeistfeld auch andere interessante Objekte zu entdecken.

Alien-Figur: Würde hier fast nicht auffallen.
Überragend ist die Ausstellung an Exponaten, die überwiegend bekannte Figuren aus Filmen der Gegenwart umfasst. Die bemerkenswerte Verbindung zum Thema Motorbikes ergibt sich durch die verwendeten Materialien. Es handelt sich ausschließlich um ehemalige Motorräder und Autos, womit sich das Gesamtgewicht eines karibischen Piraten von bis zu 400 Kilogramm erklärt.

Fluch der Karibik lässt grüßen: Motorrad-Altmetall wird zu Kunst.
Wenngleich mancher Biker-Look einigen Außenstehenden vielleicht etwas skurril erscheinen mag. Die in Hamburg versammelten Biker wirken freundlich und offen, so wie es in einer internationalen Handels-Metropole zu erwarten ist.

Vielleicht ein schönes Hochzeits-Bike? Weiße Honda Goldwing.
Die Hamburg Harley Days zeigen sich entsprechend typoffen für alle Motorradmarken, wie einige Fotos von der Parade bestätigen — und auch andere Fahrzeuge. Einer der Sponsoren ist die Chrysler/Dodge/Jeep-Handelsorganisation, die auf einem Stand einige ihrer Autos präsentiert …

Hat Biss und macht richtig Dampf: 8,3-Liter-V10 im Dodge Viper SRT-10 mobilisiert über 500 PS.
… so, dass ich einmal einen Blick auf den original Zehnzylinder-Motorblock einer aktuellen Dodge Viper SRT-10 werfen konnte.
Traditionelle Parade am Sonntag
22.06.2008, Kilometer: 42.026.
Faszination pur: Neben Exotischem und Skurrilem bietet die am Sonntagmittag stattfindende Parade außergewöhnliche Bikermode und zeigt, dass Frauen häufig mit dem eigenen Bike unterwegs sind.

Noch einige Sekunden Ruhe: Tausende Harley-Liebhaber vor dem Start …

… zur Hamburg Harley Days Parade: Die Luft vibriert und ein unbeschreibliches Blubbern aus tausenden von Auspuffrohren erfüllt St. Pauli, wenn die Biker ihre Maschinen starten.

American Football-Look: Gitter-Visier.

Halloween-Look: Totenkopf-Maske.

Keine Männersache: Viele Frauen sind mit eigenem Bike unterwegs.

Milwaukee-Power: Klassische Harley.

Schöner Blubbern: Vermutlich eine von vielen Harley Rod-Versionen.

Interessante Outline: Beiwagen mit auffallendem Design.

Gute Laune: Fotografieren und fotografiert werden.

Gemeinsam auf dem Threewheeler: Noch lenkt der Vater.

Augenschmaus: Eines von vielen customised Bikes.

Wohin mit dem Wochenendgepäck: BMW Roadtrain.

Manche wollen noch extremer sein: Trike mit Schlangenkopf.

Darf bei keiner Parade fehlen: Honda-Dax-Fahrer als Epilog.
Epilog
Am Sonntagnachmittag wird im Radio berichtet, dass sich bei den Hamburg Harley Days 2008 75.000 Motorräder getroffen haben, wovon 10.000 an der Sonntagparade teilnahmen, und es insgesamt 600.000 Besucher gegeben hat. Zwei davon waren die Co-Pilotin und ich mit einem Toyota.
Mängel an unserem Toyota Corolla Verso
Keine.
Kraftstoffverbrauch
30.06.2008, Kilometer: 42.326.
Juni 2008: 164 Liter auf 2.154 Klometer (7,6 l/100 km)
|