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4 neue Reifen komplett montiert und gewuchtet | 44,00 Euro |
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4 Sommerräder einlagern | 12,93 Euro |
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Summe Lohn | 56,93 Euro |
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4 Reifen Hankook W300 195/60R15 M+S EP | 56,65 | 226,56 Euro |
4 Felgen Alfa 6,5X15 ET 41,5 | 36,66 | 146,6 Euro |
1 Auswuchtgewichte | 1,29 | 1,29 Euro |
4 Gummiventile kurz | 0,98 | 3,92 Euro |
Summe Material | 378,41 Euro |
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Summe Gesamt | 435,34 Euro |
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Endbetrag | 504,99 Euro |
Mit Winterreifen und Stahlfelgen ist aber kein Schönheitspreis zu gewinnen.
Mich hat es überrascht, auf welch hohem Niveau heutzutage Winterreifen sind. Eigentlich ist kaum ein Unterschied zu den serienmäßigen Sommerreifen festzustellen. Die Hankook Reifen sind sehr laufruhig und ich habe mit ihnen überhaupt kein schwammiges Gefühl. Und sie sind etwas leichter zu lenken. Eigentlich, wenn ich es so richtig vergleiche, sind sie fast besser als die Firestone Orginalbereifung für den Sommer.
Als ich dort war, frage mich ein Mechaniker gleich, ob sie noch ein Softwareupdate ins Motorsteuergerät aufspielen dürften. Die Software wäre am Tag vorher von Alfa gekommen und es dauert etwa 30 Minuten. Na klar, kein Problem. Während dieser Zeit unterhielt ich mich gleich noch mit unserem Verkäufer. Dabei sagte ich ihm auch, dass ich nicht so ganz mit dem Verbrauch zufrieden bin. Es hängt von vielen Faktoren ab, aber 6,7 l Diesel erschein mir etwas hoch. Ich frage ja auch immer Gleichgesinnte und bei denen hat sich der Verbrauch bei etwa 6,1 l Diesel eingespielt. Mal sehen was das Softwareupdate in diese Richtung bringt.
Als ich dann wieder weg fuhr, hatte ich den Eindruck, in einem anderen Auto zu sitzen. Der Motor zieht spürbar besser aus dem Drehzahlkeller. Dort war das Auto bisher im Drehzahlbereich von 1.400 U/Min kaum fahrbar. Versuchte man über eine Kreuzung hinüberzukommen und die Drehzahl ist unter die magische Grenze von 1.600 U/Min gefallen, ging kaum etwas. Jetzt zieht der Motor aber schön hoch. Natürlich, der Turbobums kommt immer noch erst bei 1.800 U/Min.
18.11.2004, Kilometer: 10.420
Am Abend durfte ich dann noch an einer Präsentation des Q4 teilnehmen. Es gab einen Sektempfang und danach eine Modeschau. Natürlich war da immer ein verhülltes Auto im Mittelpunkt. Schließlich wurde dann das Auto enthüllt. Da stand ein 156er mit Allrad in einer wunderschönen bronzemetallic Lackierung. Natürlich haben sich dann gleich fast alle Gäste über das Auto her gemacht. Ich nicht. Ich habe mich erst einmal dem vorzüglichen kalten Büffet und einem kleinen Glas italienischem Rotwein zugewendet. Das Auto steht danach auch noch da und ich habe mehr Platz um es genau anzuschauen. Tja, nach dem ersten Test bin ich zu folgendem Schluß gekommen: Ein sehr schönes Auto aber nichts für mich. Als Tribut an den Allradantrieb ist der Fußraum auf der Fahrerseite enger geworden. Dadurch habe ich Probleme das Gaspedal zu treffen ohne gleichzeitig die Bremse zu drücken. Außerdem muss ich meine Knie unter dem Lenkrad durchzwängen.
Nein, nichts für mich. Beim Studieren der technischen Daten sieht man dann den Unterschied zu unserem 147er. Der Q4 braucht, obwohl er den gleichen Motor wie unsere Bella hat, 1,3 Sekunden länger bis er die 100-km/h-Marke erreicht hat. Zudem ist er 12 km/h langsamer. Der Allrad und das höhere Grundgewicht des 156ers fordern also noch mehr Tribut. Warum Alfa Romeo nicht den größeren 2.5 JTD Motor, den sie ja im Programm für den 156er haben, anbietet, ist für mich ein Geheimnis. Ich benötige auf jeden Fall keinen Allrad. Wobei mir aber der 156er sehr gut gefällt. Irgendwann einmal werden wir ja wieder ein Auto kaufen.
Im Alfaforum konnte ich lesen, dass Neuwagenkäufer mal einen Blick in die Ersatzradmulde werfen sollen, um mal zu sehen, was da noch alles für Teile drin liegen. Ich konnte mich nicht zurückhalten, das auch mal im Q4 zu machen. Naja, eine Schraube und eine Abdeckkappe. Es wurden also nicht so viele Ersatzteile mitgeliefert. Mit einem Schmunzeln habe ich es dem Verkäufer gezeigt. Auch er musste lachen. In der Ersatzradmulde unserer Bella lagen übrigens keine Teile.
19.11.2004.
Eigentlich schreibe ich ja in den monatlichen Berichten über unseren Alfa Romeo 147. Aber ich habe ja auch im Fazit des Septemberberichtes bereits geschrieben, dass ich schon mehrere Versuche unternommen habe, unseren Renault Clio zu verkaufen. Aber bisher leider vergeblich. So ganz möchte ich das Thema hier aber doch nicht beiseite legen, da es dabei nicht nur um das Auto, sondern auch um den Service des Autohauses Wedam, bei dem wir unser Auto gekauft haben, geht.
Als wir unseren Alfa Romeo im Juni bestellt haben und unseren Renault Clio zum Verkauf angeboten haben, meldeten sich nur Zwischenhändler, die eigentlich nur eins im Sinn haben: das Auto fast umsonst anzukaufen. Aber das habe ich nicht eingesehen. Schließlich im August hat mich ein Händler aus Singen/Hohentwiel angeschrieben, ob ich nicht das Auto bei ihm auf den Hof stellen möchte. Natürlich gegen einen kleinen Obulus. Na gut dachte ich mir, bevor er bei mir in der Garage versauert. Dort stand er dann zwei Monate und wurde nicht verkauft. Ich habe ihn dann wieder abgeholt. Im Oktober hat mich dann wieder ein Händler angerufen. Natürlich hatte er bereits mehrere Intressenten für das Auto. Ich bat ihn mir die Unterlagen per E-Mail zuzusenden. Kurz darauf erhielt ich sie. Naja, wie ich es mir gedacht habe, wieder so ein Zwischenhändler. Bei diesem Vertrag habe ich die Ehre, das mein Auto für 79 Euro in seine Datenbank aufgenommen wird. Nein danke. Ich verzichte.
Schließlich, bei einem Gespräch im Autohaus, bot mir der Chef an, das Auto bei ihnen auf den Hof zu stellen. Klar, auch das ist ein Versuch wert. Ich sagte meinen Preis, den ich gerne haben wollte. Zu meiner Überrschung stand es dann zwischen den anderen gebrauchten Autos auf dem Hof zu einem mehr als 20% höheren Preis als mir vorschwebte. Zuerst war ich etwas überrascht und verärgert, aber ich wollte das mal weiter beobachten.
Schließlich kam am Freitag Abend ein Anruf. Wir haben den kleinen Blauen verkauft! Super. Zu einem etwa 10% höheren Preis als ich für ihn haben wollte, aber mit neuen TÜV, obwohl er erst vor drei Monaten durch den TÜV gekommen ist, und einer Gebrauchtwagengarantie. Sowas finde ich "Dienst am Kunden", denn eigentlich möchte er ja lieber seine Autos verkaufen. Ich bin absolut froh, dass wir unser neues Auto bei ihm gekauft haben. Wie ich schon in meinem ersten Monatsbericht geschrieben habe: Es zählt nicht nur der Preis.
20.11.2004
Eigentlich hat sie mich schon länger genevt: die Tasche mit dem Verbandskasten und dem Warndreieck. Diese Dinge sind zwar; wie ich schon im Julibericht geschrieben habe; in einer Tasche untergebracht; die durch Klettbänder befestigt wird und deswegen nicht im Kofferraum herumfliegen kann. Aber so ganz Glücklich war ich darüber nicht. Ein Blick in die Ersatzradmulde zeigt mir, das dort ja noch Platz ist. Wir haben nicht das Notrad, sondern das Reifenreparaturset mit KomPressor bestellt. Diese Dinge brauchen nur sehr wenig Platz. Der Rest ist mit leeren Fächern belegt. Natürlich passt der Verbandkasten in kein Fach. Aber ein kurzer Blick und ein scharfes Messer helfen weiter. Jetzt ist der Verbandskasten und das Warndreieck platzsparend in der Mulde des Ersatzrades untergebracht. Die optimale Lösung ist das sicher nicht, denn wenn jemand Fremdes den Verbandskasten sucht, dann findet er ihn nicht gleich. Unter dem Sitz würde er ihn aber auch nicht gleich finden.
Verbandskasten und Warndreieck im Styropor — Verbandskasten und Wandreieck in der Ersatzradmulde.
Ganz nebenbei habe ich dort noch ein optimales Kühlfach für die Reise entdeckt. In Styropor mit Deckel. Ein Kühlakku und ein paar Esswaren passen da auf jeden Fall rein.
21.11.2004.
So wie es aussieht, hat sich nach dem Softwareupdate auch etwas am Verbrauch getan. Es war für mich ohne Probleme möglich das Wochenende laut Bordcomputer zwischen 5,7 bis 6,1 l/100 km zu fahren. Vor dem Softwareupdate waren es laut Bordcomputer immer zwischen 6,4 und 6,5 l/100 km. Weniger war nie möglich. Ich hoffe nur, dass das Softwareupdate nicht auch den Bordcomputer korrigiert hat. Aber wozu gibt es Carcost? Da ist die absolute Wahrheit hinterlegt. Ganz nebenbei hat mir der letzte Eintrag einen Rekordverbrauch in negativer Hinsicht beschert. 6,96 l/100 km. Aber wie geschrieben, noch mit der alten Motormanagementsoftware.
25.11.2004, Kilometer: 10.960.
Ein problemloses Auto ist irgendwie nichts für den Langzeittest. Wie sagen Qualitätstechniker immer? Der schlimmste Fall tritt dann auf, wenn keine Fehler mehr gemacht werden. Denn dann kann man keine Statistik mehr machen. Und so sieht es wohl hier jetzt langsam aus. Von uns aus darf es aber ruhig so weitergehen.
30.11.2004, Kilometer: 11.150.
Keine Probleme mit seinem Auto zu haben, kann auch ein Problem sein. Besonders als Langzeittester.