Archiv Seat Altea
Monatsberichte 2010

Monatsbericht Oktober 2010


Der chronologische Überblick zu den Funktionen der Multifunktionsanzeige. Was ist eigentlich ein Winterreifen? 77.777 Kilometer sind voll, ein kleines Fazit mit Kostenanalyse und Betrachtung des Wertverlustes. Der Versicherungsvergleich mit -wechsel steht an.

77.777 km sind voll. Der Herbst ist da

31.10.2010, Kilometer: 77.777.

Der Oktober verging für den Altea ohne besondere Vorkommnisse. Die Winterreifen laufen seit ungefähr 500 km und verrichten auch bei Regen und laubbedeckter Straße gute Arbeit.

Ein Tankstopp musste diesen Monat nicht eingelegt werden. Die letzte Füllung von Ende September wird noch ein bis zwei Wochen in den November hinein reichen.

Herbstliche Straßen.
Wer jetzt noch nicht gewechselt hat, sollte 80 Euro für Herrn Ramsauer im Handschuhfach bereitlegen und seinen Schutzengel kennen. Leider fehlt es immer noch an einer Definition zur entscheidenden Frage: Was ist eigentlich ein Winterreifen? M+S sagt nichts aus, die Schneeflocke eben so wenig, erst mit dem Zeichen der "Schneeflocke im Berg" wär man auf dem richtigen Reifen unterwegs.

Die Schneeflocke im Berg steht für einen bestandenen Test zur Erreichung eines Mindestmaßes an Traktion und Bremsvermögen auf Schnee.

Wer ganz sicher gehen will, studiert die Winterreifentests in den Oktoberausgaben der Stiftung Warentest, ADAC Motorwelt oder ÖAMTC. .

Auch der serienmäßig verbaute Dieselpartikelfilter (DPF) macht die vielen Kurzstrecken bis jetzt klaglos mit. Einmal die Woche geht es zwei Mal 17 km über die Autobahn, was dem Filter für die regelmäßige Regeneration zu reichen scheint.

77.777 km sind voll

Fünf Mal die Sieben — Zeit für die Vorstellung der Menüabfolge in der Multifunktionsanzeige (MFA) des Seat Altea Modelljahr 2007. Multifunktionsanzeige steht im VW Konzern für den umgangssprachlichen Bordcomputer (BC).

Multifunktionsanzeige

Heute wird der Altea in Abhängigkeit von anderen Ausstattungsmerkmalen mit einer kleinen Multifunktionsanzeige ohne Maxi-Dot-Display und einer MFA plus Version mit zusätzlichen Funktionen angeboten. Die große MFA ist den Modellen mit Navigationssystem oder großem Radio mit Bluetooth-Schnittstelle vorbehalten und dient unter anderem dem Anrufermanagement im vergrößerten Maxi-Dot-Display.

Das Maxi-Dot-Display hat ferner den Vorteil mehrere Funktionen gleichzeitig anzeigen zu können. Mit der kleinen MFA ist die parallele Anzeige von Uhrzeit und Durchschnittsverbrauch zum Beispiel nicht möglich. Wenn man mal eben auf die Uhr oder eine andere Funktion einen Blick werfen will, muss man durch das Menü surfen. Das klappt mit den seitlichen Tasten am Scheibenwischerhebel aber sehr gut und auch nach gut vier Jahren Nutzung noch einwandfrei.

Im Folgenden stelle ich die Funktionen der kleinen MFA, wie sie heute weiterhin im aktuellen Modell mit dem kleinen Radio und mit normalem Bordcomputer verbaut wird, in chronologischer Reihenfolge vor.

Uhr.
Genau 1.502 Tage nach Erstzulassung stehen 77.777 km auf dem Tacho; das entspricht etwa 52 km pro Tag seit Nutzungsbeginn.

Außentemperaturanzeige.
Der Messbereich reicht von -45° C bis +58° C. Bei Temperaturen unter +4° C wird bei einer Fahrgeschwindigkeit von über 20 km/h zusätzlich ein "Eiskristall-Symbol" angezeigt und ein "Gong" ist zu hören (Glatteiswarnung).

Dieses Symbol blinkt zuerst für etwa zehn Sekunden und leuchtet anschließend so lange, wie die Außentemperatur nicht über +4° C ansteigt bzw. nach dem Aufleuchten +6° C nicht überschreitet.

Tempolimit.
Hier lässt sich zum Beispiel die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit der Winterreifen einstellen. Über die Reset-Taste an der Unterseite des Wischerhebels wird die Geschwindigkeit im entsprechenden Menü gesetzt.

Mit den Wippen an der Außenseite des Wischerhebels kann die Geschwindigkeit in 5 km/h Schritten nach oben oder unten verändert werden.

Die Geschwindigkeitswarnung kann durch Drücken der Taste Reset ausgeschaltet werden.

Die eingestellte maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen unserer Nachbarländer hilft auf der Urlaubsfahrt bei der Vermeidung von gesalzenen Tickets aus dem Ausland, die ab sofort in Deutschland vollstreckt werden können.

Durchschnittsgeschwindigkeit.
Grundsätzlich sind zwei Speicher für die Durchschnittsgeschwindigkeit, die Strecke, den Durchschnittsverbrauch und die Fahrzeit vorhanden. Der Wechsel zwischen den beiden Speichern erfolgt durch kurzes Betätigen der Reset Taste an der Unterseite des Wischerhebels. Bei einem Reset werden immer alle vier Werte für den jeweiligen Speicher zurückgesetzt.

Die durchschnittliche Geschwindigkeit wird nach dem Einschalten der Zündung ab einer Strecke von etwa 100 Metern angezeigt. Bis dahin erscheinen anstelle eines Wertes Striche. Während der Fahrt wird der angezeigte Wert alle fünf Sekunden aktualisiert.

Speicher 1 wird zwei Stunden nach Fahrtende automatisch zurückgesetzt. In Speicher 2 kann man zum Beispiel die Ergebnisse für eine gesamte Tankfüllung oder die große Urlaubstour abbilden. Dieser Speicher kann individuell durch den Fahrer zurückgesetzt werden.

Teilstreckenzähler.
Hier wird die zurückgelegte Strecke angezeigt. Speicher 1 wird automatisch nach zwei Stunden Zündung aus zurückgesetzt. Speicher 2 kann durch den Fahrer beliebig genullt werden.

Der maximale Anzeigewert in beiden Speichern ist 9.999 km. Wird dieser Wert überschritten, wird der jeweilige Speicher gelöscht.

Restreichweite.
Die Restreichweite wird mithilfe des Tankinhalts und des Momentan-Kraftstoffverbrauchs berechnet. Sie gibt an, wie viele Kilometer das Fahrzeug bei gleicher Fahrweise noch zurücklegen kann.

Der Wert wird durch das Fahrverhalten und den Verbrauch der Vergangenheit rollierend gedämpft ermittelt, sodass sich Kaltstarts mit extremen Verbräuchen nicht sofort in einer Halbierung der Restreichweite widerspiegeln.

Der genaue Zeitraum oder die vergangene Wegstrecke, die in die Berechnung einfließt, ist mir leider nicht bekannt.

Durchschnittsverbrauch.
Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch wird nach dem Einschalten der Zündung bereits nach einer Strecke von etwa 100 Metern angezeigt. Bis dahin erscheinen anstelle eines Wertes Striche.

Während der Fahrt wird der angezeigte Wert alle fünf Sekunden aktualisiert. Die verbrauchte Kraftstoffmenge wird nicht angezeigt und lediglich im Hintergrund für die Rechnung als Grundlage geführt.

Direkt nach dem Start ist der Verbrauch bedingt durch den Kaltstart sehr hoch und fällt dann rasch ab.

Momentanverbrauch.
Bei einem fahrenden Fahrzeug wird der momentane Verbrauch in l/1 km anzeigt, bei einem stehenden Fahrzeug mit laufendem Motor in l/h (Liter/Stunde).

Mithilfe dieser Anzeige lässt sich der Einfluss des Fahrverhaltens auf den Verbrauch sehr gut nachvollziehen.

Kaltstarts beginnen mit Werten von 45 l/100 km und mehr. Im Schubbetrieb (Gang drin und Fuß vom Gas bergab rollend mit Schubabschaltung) wird der Verbrauch mit 0,0 l/100 km korrekt angezeigt. Vollgas auf der Autobahn wird mit 9-13 l/100 km quittiert.

Früh hoch schalten ist das A und O beim Kraftstoff sparen. Energie nutzen und vorausschauend fahren ist der Feinschliff besonders für die täglichen Pendelstrecken.

Im Stand wird der Verbrauch in Liter pro Stunde angezeigt.

Fahrzeit.
Angezeigt wird die Fahrzeit, die nach Einschalten der Zündung vergangen ist.

Der maximale Anzeigewert in beiden Speichern ist 99 Stunden und 59 Minuten. Wird dieser Wert überschritten, wird der jeweilige Speicher gelöscht.

Die Multifunktionsanzeige ist mit zwei automatisch arbeitenden Speichern ausgestattet: 1. Einzelfahrt-Speicher und 2. Gesamtfahrt-Speicher. Oben links in der Anzeige wird der jeweils gewählte Speicher angezeigt.

Der Einzelfahrt-Speicher 1 sammelt vom Einschalten bis zum Ausschalten der Zündung die Fahr- und Verbrauchswerte. Wird die Fahrt innerhalb von zwei Stunden nach Ausschalten der Zündung fortgesetzt, werden die neu hinzukommenden Werte auch berücksichtigt. Bei einer Fahrtunterbrechung von mehr als zwei Stunden wird der Speicher automatisch gelöscht.

Der Gesamtfahrt-Speicher 2 sammelt die Fahrwerte einer beliebigen Anzahl von Einzelfahrten (auch wenn die Zündung länger als zwei Stunden ausgeschaltet war) bis zu insgesamt 99 Stunden und 59 Minuten Fahrzeit, 9.999 Kilometer Fahrstrecke und 999 Liter verbrauchter Kraftstoffmenge. Wird einer der genannten Werte überschritten, wird der Speicher automatisch gelöscht.

Zahlen, Daten, Fakten

Zur Schnapszahl 77.777 km nutze ich die in CarCost über die Jahre zusammen getragenen Daten für eine kleine Analyse über alle Kosten. Mit Ausnahme der einen oder anderen Waschmünze oder dem einen oder anderen Euro für Staubsaugerautomaten, sind alle Kosten in CarCost "gebucht".

Aus den Kraftstoffkosten und dem Tankvolumen in Litern ergibt sich der Durchschnittsverbrauch für die Jahre. Man sieht sehr gut den Ende 2006 durch die beginnende Sparfahrt eintretenden Verbrauchsrückgang von über zwei l/100 km.

Ebenso sieht man den ab 2009 einsetzenden Kurzstreckeneinsatz. Trotz nach wie vor sanftem Gasfuß steigt der Durchschnittswert um gut einen Liter auf 100 km an.

Aus den Zahlen konnte ich ebenfalls den durchschnittlichen Kraftstoffpreis für die Jahre ermitteln. Von 2006 an schaukelten sich die Preise langsam hoch und erreichten mit durchschnittlichen 1,284 Euro pro Liter Diesel in 2008 den Höchststand. Mit dem großen Knall an den Börsen und kriselnden Wirtschaften brach auch der Ölpreis und damit in 2009 der Dieselpreis merklich ein. In 2010 wurden bereits wieder 10 Cent auf den Endkundenpreis aufgeschlagen.

Inwiefern das den tatsächlichen Produktpreis widerspiegelt oder ein Resultat von Spekulationen und künstlicher Verknappung ist, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Von den Höchstständen von 150 Dollar pro Barrel Öl sind wir aktuell jedenfalls noch fast 70 Dollar entfernt.

Verbrauchswerte von 2006 bis 2010
  2006 2007 2008 2009 2010
Kraftstoffkosten in Euro 458,69 1.625,66 1.964,90 605,98 639,54
Diesel in Liter 433,80 1441,54 1530,35 566,08 544,02
Kilometer 5.767 27.067 27.934 8.621 7.909
Durchschnittsverbrauch in  l/100 km 7,522 5,326 5,478 6,566 6,878
Euro/ l Diesel 1,0574 1,1277 1,2840 1,0705 1,1756

Gesamtkosten
Kosten Betrag in Euro
Steuer, HP und VK 3.561,59
Service und Inspektion inklusive Ölbeistellung 1.295,50
Reparaturen, Winterreifen auf Stahlfelge, doppelter Ladeboden 3.518,28

Trotz jährlichem Versicherungsvergleich war der Posten "Steuer, HP und VK" bestehend aus Kfz-Steuer, Haftpflichtversicherung, Vollkaskoversicherung, Zulassungskosten, HU und AU Kosten nicht günstiger zu gestalten.

Die jährlichen Inspektionen wurde bis einschließlich 2009 bei Seat durchgeführt. Mangels fähiger Vertragswerkstatt in Essen erledigt dies in 2010 eine gute freie Werkstatt.

Diese und die insgesamt vier allesamt unverschuldeten Feindkontakte sind auch teilweise die Ursache für die 3.518,28 Euro, die für zwei Smart-Repair-Reparaturen am Kotflügel vorne links (Oktober 2009) und an der hinteren Tür links (September 2009) fällig waren. Hinzu kam die etwas umfangreichere Reparatur des Heckschadens im Mai 2010.

Wertverlust

Das Thema Wertverlust gestaltet sich beim Seat Altea äußerst erfreulich. Laut verschiedener Kfz-Bewertungsportale wie beispielsweise DAT oder Schwacke liegt der Altea nach vier Jahren noch bei 50% des Neupreises.

Diesen Wert kann ich nach Einsicht in die zwei großen Internet Verkaufsplattformen bestätigen.

Mein Seat Altea wird im Oktober laut DAT mit 10.450 Euro gehandelt. Als Pluspunkt kann ich einige Extras wie zum Beispiel das Navigationssystem und das Winterpaket sowie den nachgerüsteten doppelten Ladeboden oben drauflegen.

Preismindernd wirkt sich trotz stets fachgerechter Reparatur der Feindkontakt am Heck und die relativ hohe Laufleistung bedingt durch die Zeit bis 2009 als Pendlerfahrzeug mit täglich 100 km Langstrecke (Summe aus hin und rück) aus.

Themen im November

Im November wird der Tank mit einer Ladung Winterdiesel gefüllt.

Ferner steht der obligatorische Versicherungsvergleich für den Opel Meriva 1.4 Edition aus 2005 und den Seat Altea 1.9 TDI DPF aus 08/2006 an. Ein erster schneller Vergleich über aspect-online ergab Wechselpotenzial. Da sehr viele Faktoren in die Prämienberechnung einfließen, und eine vermeintlich günstige Versicherung unter anderen Rahmenbedingungen teuer sein kann, spreche ich an dieser Stelle keine Empfehlung für eine bestimmte Versicherung aus.

Es bleibt allein der Rat regelmäßig zu vergleichen und kompromisslos zu wechseln. Mit dem Fahrzeugschein bzw. der Zulassungsbescheinigung Teil 1 und dem Versicherungsschein bzw. der letzten Beitragsrechnung der aktuellen Versicherung liegen alle benötigten Daten für den Vergleich vor.

Zu beachten ist lediglich, dass für einen genauen Versicherungsvergleich nur noch die SF-Klasse ausschlaggebend ist, da die Zuordnung der "Prozente" bei den Kfz-Versicherungen nicht mehr identisch ist.

Über entsprechende Vergleichsportale dauert der Vergleich ungefähr 10 Minuten. Das Sparpotenzial steigt mit niedrigen Schadenfreiheitsklassen stark an. In den niedrigen Schadenfreiheitsklassen M mit 240 bis 280% in der Haftpflicht bis SF1 mit 100% sollte ein jährlicher Vergleich vor dem neuen Versicherungsjahr (Stichtag für die Kündigung ist der 30. November) daher obligatorisch sein. Das Einsparpotenzial liegt oft bei einigen hundert Euro.

Auch in den Stufen SF2 mit 83 bis 85% bis SF5 mit 55 bis 61% liegt das Sparpotenzial noch oft im dreistelligen Euro Bereich.

Ab SF6 lässt sich mit den für Vergleich und Kündigung investierten 10 Minuten immer noch schnell ein gutes Abendessen für zwei Personen raus holen.

Die Versicherungsbedingungen in der Haftpflicht sind in den entscheidenden Punkten nahezu identisch geregelt.

Möchte man in der Kasko nicht zum günstigsten Anbieter wechseln, weil der zum Beispiel Unfälle mit Wirbeltieren nicht reguliert und nur für Wildunfälle einsteht, ist es ein Leichtes über das oben genannte Portal eine günstige Versicherung mit den gewünschten Bedingungen zu finden.

Apropos Kfz-Versicherung — ich erwarte noch 86 Euro Nutzungsausfall von der HDI Gerling wie im September Bericht angekündigt.