Archiv Citroën Berlingo
Monatsberichte 2012

Monatsbericht Juni 2012


Lieferung schneller als erwartet. Ausführliche Übergabe des Berlingo. Reichlich Platz für die Dinge, die ich im Auto mit mir führe. Der Kofferraum wird bei den ersten Fahrten intensiv genutzt.

Front des Citroën Berlingo in rot mit Black-Paket. Lieferung schneller als erwartet

Kaum da und schon 850 km auf der Uhr!

Nun ging es so viel schneller als ursprünglich gedacht. Eigentlich war die Lieferung meines bestellten Berlingo für Mitte Juli vorgesehen und ich hatte Sorge, noch mit meinem Peugeot 307SW in den Urlaub fahren zu müssen. Sicher hätte auch dieser mich gut hin und zurück gebracht, aber es hätte eine Menge zusätzlicher Kilometer auf den Tacho gespult, was einen niedrigeren Preis beim Verkauf bedeutet hätte. Und natürlich war ich schon "heiß" auf den Neuen …

Und nun, eine Woche vor Christi Himmelfahrt, informierte mich der Händler völlig überraschend, dass mein zukünftiges Auto schon da ist. So musste ich mich nun ganz schnell um die Formalitäten kümmern — noch mal schnell Versicherungen vergleichen, abschließen, Geld bereitstellen. Der Fahrzeugbrief war noch nicht da … Aber am Mittwoch vor Himmelfahrt war es dann so weit. Wir konnten zur Übergabe ins Autohaus kommen.

Am nächsten Tag sollte es gleich auf die erste große Fahrt geben. Wie jedes Jahr fand nämlich das Treffen meiner Seminargruppe statt, diesmal nördlich von Berlin.

Die Übergabe

Kilometer: 5.

Der Verkäufer, mit dem ich auch die Details der Bestellung abgewickelt hatte, empfing uns, meine Frau und mich, und führte uns zunächst um das Fahrzeug herum. Frisch poliert und so sauber, wie es vermutlich nie wieder sein wird, stand es in der Halle. Da ich den Berlingo noch nie vorher in Rot und mit dem neuen Black-Paket gesehen hatte, war ich mächtig gespannt, ob er so gut wirken würde, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich denke, die Fotos sprechen für sich.

Front des Citroën Berlingo in rot mit Black-Paket.
Fahrerseite des Citroën Berlingo in rot mit Black-Paket.
Motorraum des Citroën Berlingo.
Citroën Berlingo in rot mit Black-Paket bei der Auslieferung.

Anschließend wurden alle Details des Fahrzeugs ausführlich erklärt. Ich hatte mich ja im Vorfeld umfassend mit dem Fahrzeug beschäftigt, und vieles war mir von meinem Peugeot auch vertraut. Die Bedienung des Bordcomputers, der Lichtsensor, der Regensensor — alles bekannt. Dennoch gab es die eine oder andere Überraschung, zum Beispiel die Fächer im Fahrzeugboden unter den Vordersitzen. Die Existenz dieser Staumöglichkeit war mir bisher entgangen.

Ich hatte das Auto ohne Reserverad bestellt, da ich in meinen etwa 20 Autofahrerjahren bisher nur zwei Mal unterwegs ein Rad gewechselt habe. Einmal ist es mir dabei nur unter erheblichem Einsatz von grobem Werkzeug gelungen, das unter dem Fahrzeugboden befindliche Ersatzrad überhaupt abzubekommen. Deshalb: kein Reserverrad, sondern Pannenset. Und im schlimmsten Fall gibt es ja die diversen Autoclubs.

Beim Blick unter das Heck des Autos — dorthin wo normalerweise das Ersatzrad befestigt wäre — dachte ich mir allerdings: eigentlich ist es schade um den schönen Platz. Da hätte im Laderaumboden noch ein richtig großes Staufach sein können …

Als Zugabe gab es dann noch die eigentlich kostenpflichtigen originalen Fußmatten. Und schon konnten wir losfahren — zur Tankstelle, die nur 300 Meter entfernt liegt. Ich hatte Hoffnung, diese Strecke mit der Menge Diesel im Tank geradeso zu schaffen …

Ach ja: 5 km hatte der Berlingo auf der Uhr, als er das Autohaus verließ.

Einrichten des Autos

Wohin nun mit den ganzen Dingen, die man im Auto so mit sich führt? Platz bietet der Berlingo ja reichlich. Das Pannenset hatte der Händler schon in der Bodenablage unter dem Beifahrersitz untergebracht. Unter den Fahrersitz in die Bodenablage habe ich Reserveglühlampen, einen Satz Imbus-Schlüssel und eine Zange gepackt. Das Werkzeug braucht man natürlich eher selten, aber es beruhigt, es dabei zuhaben. Zumindest zum Wechseln der Birnen der Heckleuchten würde man einen Imbus-Schlüssel benötigen.

Das Set aus Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste platziere ich unter dem Beifahrersitz. Eine Schublade gibt es dort zwar nicht, aber genügend leeren Raum, um solch ein Päckchen unterzubringen.

Ein Set mit MP3-CDs (Hörbücher, Musik, Kinderhörspiele) kommt in die Ablage über der Frontscheibe, auf die andere Seite kommt ein Straßenatlas. Trotz Navi habe ich doch ganz gern eine gute Straßenkarte dabei.

In die Schublade unter dem Fahrersitz packe ich noch einen langstieligen Besen und einen Eiskratzer. Beides benötigt man in den kommenden Monaten eher nicht, aber wer hat nicht schon vergessen, im November diese Dinge einzuladen?

Zuletzt wurden noch die beiden Kindersitze auf die Rückbank geschnallt. Erwartungsgemäß war auch das völlig problemlos. Ich habe keine Isofix-Sitze, beide Kindersitze werden mit dem Sicherheitsgurt befestigt.

Beladen für die erste Fahrt

Schon am nächsten Tag werden die Ladequalitäten des Berlingo gefragt. Fuhr ich früher mit leichtem Gepäck zum Treffen, so ähnelt das jetzt eher einem kleinen Umzug. Kinderwagen, Kinder-Reisebett, reichlich Wechselsachen für die "Kurzen", Windeln — all das will verstaut werden. Hinzu kommen zwei große Kühltaschen mit Thüringer Bratwürsten, die auf unserem Treffen traditionell eine gewisse Rolle spielen. Ein Koffer für mich, eine Tasche für meine Frau, eine Geige, eine Mandola. Gerade noch fällt uns ein, dass auch ein Töpfchen für den Jüngsten mitgenommen werden sollte.

Der mittlere Rücksitz bleibt zu Hause, das erweitert die Lademöglichkeiten. Und so geht der ganze Haufen Gepäck spielend in das Fahrzeug.

Zwei Kindersitze auf den Rücksitzen des Berlingo.
Zwei Kindersitze auf den Rücksitzen des Berlingo.

Gepackter Kofferraum des Berlingo.
Gepackter Kofferraum des Berlingo.

Fahren auf der Autobahn

Die Fahrt zum Treffen, wie gesagt nördlich von Berlin, also etwa 350 km, verlief äußerst angenehm. Das EGS6-Getriebe verrichtete unauffällig seinen Dienst, der Motor zog sehr gut, das Geräuschniveau war niedrig. Ich stellte den Tempomat auf 110 km/h, wo möglich, und so glitt der Berlingo über die Autobahn. Die Kinder schliefen zeitweise, hörten CDs, die Große fragte Fragen über Autos, Bäume, Tiere ("...warum sind das dort drüben nur drei Kühe?") — alles, wie es sein soll. Entspannt rollten wir am Zielort auf den Parkplatz.

Die Rückfahrt verlief genauso entspannt.

Schiebetüren

Hervorheben möchte ich noch das Aha-Erlebnis auf dem Autobahn-Rastplatz. Dank hohem Verkehrsaufkommen war natürlich auch der Parkplatz voll und die Lücken eng. Schiebetür auf, Kinder abschnallen, heraus helfen — ach: so einfach kann das also sein? Kein Angeln durch den engen Schlitz der Tür, die nicht richtig aufgeht, immer in Sorge, durch eine unbedachte Bewegung dem Nebenmann die Tür in die Seite zu rammen. Genial!

Verbrauch der ersten Kilometer

Natürlich interessierte mich sofort, was er denn nun wirklich verbraucht.

Über die ersten 861 Kilometer, von denen etwa 700 über die Autobahn führten, zeigte der Bordcomputer 5,3 l/100 km an. Der errechnete Wert betrug 5,5 l/100 km. Bei meinem Peugeot war die Abweichung des Bordcomputers von der Realität deutlich größer, teilweise bis zu einem ganzen Liter. Diese Genauigkeit war mir schon bei einem Berlingo-Mietwagen positiv aufgefallen, den ich für eine Woche gefahren habe.

Beladen für die zweite Fahrt

Nach ein paar Tagen Alltag (im wesentlichen Fahrten zur Arbeit und zurück) entschlossen wir uns relativ kurzfristig, am Pfingstsonnabend mit dem Boot nach Leipzig zu fahren.

In und um Leipzig gibt es einige Gewässer, und in den letzten Jahren ist dort vieles gebaut und erschlossen worden. Das hat eine Menge mit der Rekultivierung der Tagebau-Restlöcher zu tun. Die einfachste Art ist ja, die Löcher zu fluten.

Allerdings ist ein großer Aufwand erforderlich, wenn das entstandene Gewässer ökologisch einigermaßen stabil werden soll.

In Leipzig hat man auch den Tourismus entdeckt und verbindet Fließgewässer (Elster und Pleiße) mit den Tagebau-Seen. Dadurch entsteht ein für Paddler sehr interessantes Gebiet. Leider ist es mir nicht gelungen, eine aktuelle Karte der Gebietes zu bekommen. So fuhren wir mit einigen Internet-Ausdrucken los.

Unser Boot, ein Ally Explorer, geht sozusagen spielend in den Kofferraum. Wer es nicht kennt: ein Ally ist ein Falt-Canadier, also ein Boot, das aus Alu-Rohren, einer Schaumstoffmatte und einer Bootshaut besteht. Aufgebaut ist das ein vollwertiges Kanu, zusammenpacken lässt es sich in einen recht großen Rucksack. Die Paddel gingen einfach quer in das Auto — das ging bei meinem Peugeot nicht. Dazu das kleine Tagesgepäck (Wechselsachen in wasserdichten Säcken, Kocher, Kochgeschirr (für das Mittagsmahl am Flussufer), Schwimmwesten — kein Problem, da muss man beim Einladen nicht mal nachdenken.

Falt-Canadier und Reisegepäck im Kofferraum des Berlingo.
Falt-Canadier und Reisegepäck im Kofferraum des Berlingo.

Bis Leipzig fuhren wir erst Landstraße, dann Autobahn. In Leipzig durften wir dann das Stopp-Start-System ausgiebig testen. Ich bin sehr angetan davon. Zu beidem, Getriebe und Stopp-Start-System, werde ich später, wenn ich etwas mehr Erfahrung damit habe, einen ausführlichen Bericht schreiben.

Der Paddel-Tag war jedenfalls ein voller Erfolg. Positiv hervorheben möchte ich, das man in Leipzig offenbar versucht, Motorboote in Leistung, Geschwindigkeit, Lautstärke und Wellenschlag stark zu begrenzen. Das erhöht den Erholungswert ungemein und hebt das Gebiet positiv von anderen ab. In der Lausitz entsteht gerade etwas ähnliches, dort ist man aber scheinbar nicht gewillt, solche Beschränkungen einzuführen.

Die Wasserqualität der von uns befahrenen Strecke war Pfingsten recht unterschiedlich, in einigen Gewässern der Innenstadt ziemlich dreckig, zum Cospudener See hin dann glasklar.

Seine Eignung als Lastesel hat der Berlingo somit schon zweimal unter Beweis gestellt. Weitere ähnliche Einsätze werden nicht lange auf sich warten lassen.

Diskussionsforen zum Citroën Berlingo eröffnet

Zusammen mit meinem Langzeittest starten auch die Diskussionsforen zum Citroën Berlingo. Ich freue mich auf Eure Anregungen zu meinem Langzeittest; Erfahrungen mit Citroën-Vertragshändlern und Werkstätten; Fragen rund um die Kaufentscheidung; Eure positiven Meinungen und Erfahrungen mit dem Fahrzeug; Berichte über Probleme, Reparaturen und Inspektionen; Informationen zur Technik und den Themen Tuning und Veredelung.